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Durch das Jahr - durch das Leben Miteinander unterwegs in der alten Kirche Wohlenschwil Diese Ausstellung wurde im April 2009 gestaltet von Maria Strebel–Frey, Buttwil, Edith Hungerbühler, Hägglingen und einem Team von Helferinnen und Helfern. Die Texte wurden ausgesucht von Therese Büsser, Katechetin, Muri. Die junge Künstlerin Franziska Strebel, Buttwil, malte die Bilder. Ein Jahr lang möchten wir Sie teilhaben lassen an dieser Ausstellung und veröffentlichen jeden Monat Bilder und Texte aus dieser Jubiläumsausstellung. Mai Pfingsten ![]() Pfingstrose – Flammend Wort Die Zehn Gebote (nach Matthias Köckert) Die Zehn Gebote gehören zu den bekanntesten Texten der Bibel. Sie haben in der Kulturgeschichte tiefe Spuren hinterlassen. Ihnen verdanken sich unser Wochenrhythmus und der wöchentliche Ruhetag.Bis heute berufen sich Politiker auf dieses Grundgesetz der Menschheit. Unter der Kategorie „Pflichten“ hatte einst Bischof Ambrosius von Mailand in seiner Ethik die Zehn Gebote behandelt, deren zweite Tafel auch hinter der Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten von 1997 steht. Das ist nur möglich, weil schon das hellenistische Judentum, das frühe Christentum, Thomas von Aquin und Martin Luther die Zehn Gebote als „natürliches Recht“ gedeutet haben. An das, was allen Menschen ins Herz geschrieben ist, können auch alle Menschen erinnert werden. Ohne diese Verpflichtung im Gewissen hören wir auf, Menschen zu sein.
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Das hat Jesus gesagt. Damit hat er kein elftes Gebot verkündet. Vielmehr hat er die Menschen daran erinnert, lange Zeit nachdem es dieses höchste aller Gebote schon gab. Es steht in der Hebräischen Bibel des Volkes Israel und fasst die Zehn Gebote in einem Satz zusammen: „Liebe Gott und deinen Nächsten, liebe sie, wie du dich selbst liebst.“ Das Gegenteil von Lieben ist nicht Hassen. Es ist Gleichgültigkeit. Gott und Menschen, denen es schlecht geht, sind uns oft gleichgültig. Jesus kannte die Menschen. Er wusste, dass viele zuerst an sich denken, für sich selbst sorgen und auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Jesus wusste, dass Eigenliebe sinnvoll und wichtig ist, denn ein Mensch, der sich selbst nicht mag, ist krank. Also sagte Jesus: Mit dem Eifer, mit dem du dich selbst liebst, liebe auch Gott und den Menschen! Liebe ist mehr als ein wunderbares Gefühl. Liebe heisst auch: Die Andern sind uns nicht gleichgültig. Liebe bedeutet: Interesse, Einsatz, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft. Wenn wir uns auf diesen Weg der Liebe machen und immer wieder neu damit beginnen, trotz aller Umwege, Irrwege und Sackgassen, in die wir geraten, dann leben wir so, wie es Gott gefällt und es uns gut tut.![]() ![]() Spielregeln fürs Leben Die meisten Regeln schaffen wir Menschen uns selbst. Aber die Grundlage für alle Regeln stammt von Gott: Vor über 3000 Jahren sprach Gott am Berg Sinai durch Mose zu den Israeliten: „Ich habe euch aus der Sklaverei befreit. Ihr seid mein auserwähltes Volk. Dies sind meine Gebote.“ Mose schrieb die Zehn Gebote Gottes auf Steintafeln.Die Menschen haben sich seit damals kaum verändert. Sie meinen, alles drehe sich nur um sie. Sie erinnern sich nur an Gott, wenn es ihnen schlecht geht. Sie werden von Wut und Wünschen beherrscht. Sie nehmen es mit der Ehrlichkeit nicht so genau. Sie wollen möglichst viel besitzen. Das war damals so und das ist heute so. Gottes Gebote sind eine Hilfe. Sie weisen einen Weg, wie wir friedlich und glücklich miteinander leben können und es Gott gefällt. Gott will das Glück für jeden Menschen.Gott liebt uns, er meint es gut mit uns. Deswegen dürfen wir uns von ihm etwas sagen lassen. Wir dürfen ihm vertrauen. Bücher
April Ostern ![]() ![]() ...und jeder Sonntag birgt das Geheimnis von Ostern!
Bewusst dem Licht entgegen gehen Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus "Lk. 24,13-35 Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen – er hiess Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in grosse Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wollte er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.
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März Fastenzeit ![]() Die Speisung der Fünftausend Mk 6, 30 – 44 Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuss aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange. ![]() Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät. Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen geben, damit sie zu essen haben? Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote und ausserdem zwei Fische. Dann befahl er ihnen, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Gruppen ins grüne Gras setzen. Und sie setzten sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische liess er unter allen verteilen. Und alle assen und wurden satt. Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren fünftausend Männer die von den Broten gegessen hatten, Frauen und Kinder nicht mitgezählt. ![]() Bücher
Anmerkung des Webmasters: Wegen technischen Problemen bei der Infrastruktur erscheint dieses Update mit etwas Verspätung. Februar Simeon und Hanna loben Gott ![]() Licht Für Maria und Josef kam die Zeit, dass sie ihr Kind in den Tempel nach Jerusalem brachten, um es beschneiden zu lassen. Es war Brauch im jüdischen Volk, jeden erstgeborenen Sohn auf diese Weise Gott zu weihen. In der Stadt lebte ein Mann mit dem Namen Simeon. Simeon liebte Gott von ganzem Herzen. Er glaubte, Gott werde ihn nicht sterben lassen, ehe er den Retter gesehen habe, von dem in den Büchern der Propheten geschrieben stand. Eines Tages ging er wieder zum Tempel. Dort begegnete er Maria und Josef mit ihrem Kind Jesus, als sie gerade beim Tempel ankamen. Simeon ging auf sie zu und fragte: “Darf ich das Kind halten?“ Als er das Kind auf seinen Arm nahm, wurde er von Freude erfüllt und sang:
„Das Kind ist von Gott auserwählt, grosse Dinge in unserem Volk zu tun“, weissagte er. Und dann sagte er zu Maria: “Aber es wird Menschen geben, die sich gegen ihn wenden. Wenn das geschieht, wird der Kummer dein Herz wie ein scharfes Schwert durchbohren.“ Dann erblickte eine weise, alte Frau mit Namen Hanna das Kind. Auch sie sprach von grossen Taten, die Jesus vollbringen werde. Wieder konnte sich Maria nur wundern.
Der Monat Februar ist in der katholischen Kirche der Monat der Segnungen. Kerzen werden an Maria Lichtmess entzündet. Nach jüdischer Vorschrift galt die Frau nach der Geburt eines Knaben 40 Tage, und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage als unrein. Als Reinigungsopfer hatte sie dem Priester ein Schaf oder eine Taube zu übergeben. Zudem wurde der erstgeboren Sohn in Erinnerung an Pessach als Eigentum Gottes angesehen. Im Tempel wurde er durch ein Opfer ausgelöst. Auch am Tag des Heiligen Blasius, dem 3. Februar, werden Kerzen zum Halssegen eingesetzt. Der 5. Februar ist der Gedenktag der heiligen Agatha. An diesem Tag wird Brot gesegnet.
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Januar Die Huldigung der Sterndeuter ![]() Seine Strassen Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihn zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er liess alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie Antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und liess sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr grosser Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. Matthäus 2, 1-12 ![]() Bücher
Dezember Johannes, der Rufer in der Wüste ![]() Tuareg Die Vorbereitung des Wirkens Jesu (Markus 1,1-8) Johannes der Täufer Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es beim Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Strassen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und liessen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. (In Salzwasser gekochte und auf Kohle geröstete Heuschrecken und wilder Honig sind die Nahrung armer Nomaden.) Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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November Allerheiligen ![]() Kreislauf Tod – Trauer „In stiller Trauer nehmen wir Abschied“, „Viel zu früh verstarb…“, „Unser Schmerz ist gross, aber die Freude mit dir gelebt zu haben, ist grösser“, „Wir nehmen Abschied in tiefer Trauer und Liebe“ , „Plötzlich und unerwartet ist sie von uns gegangen…“, „Viel zu früh verstarb heute unsere liebe Tochter“. Solche und ähnliche Sätze kennen wir aus den Todesanzeigen der lokalen Presse, sie sind die Boten der Trauer und teilen uns mit, wer trauert und um wen getrauert wird. Die Anzeige teilt auch oft mit, ob alle Zeit hatten Abschied zu nehmen oder die meisten überrascht wurden, ob der Tod als grosser Schmerz oder eher als Erleichterung wahrgenommen wurde, ob es schnell ging oder lange dauerte. Der Tod ist meistens eine traurige Angelegenheit. Er beendet Beziehungen – ungeachtet, ob alle Fragen geklärt und Streitigkeiten aus der Welt geschafft wurden. Trauer will gelernt sein, trauern braucht Raum und Zeit, traurig zu sein soll nicht verborgen und schon gar nicht versteckt oder verboten werden. Trauer ist individuell, ihre Form, ihre Intensität und ihre Dauer können nicht von aussen bestimmt werden. Trauer bleibt in unserer Gesellschaft heutzutage in der Regel im privaten Raum. Gesellschaftlich ist Trauer nicht erwünscht. Eine Verkäuferin, Politikerin, Managerin, die mit verweinten Augen oder in Trauerkleidung ihrem Beruf nachgeht, würde vielerorts auf Unverständnis stossen. An ihrem Privatleben sind die KundInnen, WählerInnen, MitarbeiterInnen und GeschäftspartnerInnen in der Regel nicht interessiert. Frauen, die am Arbeitsplatz weinen, gelten schnell als nicht belastbar. Für Männer und Frauen ist derzeit fast unmöglich, ausserhalb des privaten Raumes Trauer zu zeigen. Im Berufsalltag und in der Öffentlichkeit verstecken deshalb die meisten Menschen ihre Trauer. Wenn die „gesellschaftliche Erlaubnis“ zum Trauern fehlt, kann das den Trauerprozess gravierend beeinträchtigen. Trauer bekommt zu wenig Raum und wird schliesslich verdrängt. In unserer Leistungsgesellschaft stellt Trauer ein Störfaktor dar. Menschen, die trauern, können nicht gleichzeitig funktionieren, sie sind wie Sand im Getriebe und verlangsamen viele Prozesse. Dass Trauer das scheinbar reibungslose gesellschaftliche Geschehen unterbricht, ist jedoch für uns alle sinnvoll. Wer Trauer äussert, macht deutlich, dass die Logik eines „immer schneller, höher, weiter“ ihre Grenzen hat, dass Menschen eben keine Maschinen oder Zahlen sind. Gelingende Trauer integriert den Verlust und schliesst ihn nicht aus dem Leben aus. Gelingende Trauer ist solche Trauer, die ein gutes Weiterleben ermöglicht .Es ist wichtig, den Anspruch auf Trauer nicht leichtfertig preiszugeben. Dr. Mechthild Herberhold
Das Jahr beginnt, das Jahr zerrinnt Wie Sand in einem Siebe. Das Glück vergeht, das Leid verweht, was bleibt ist nur die Liebe. K. Lenz
Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget! (Emausjünger Lukas 24,29) Diesen Satz: „Bleibe bei uns, Herr, denn es will Abend werden“ aus dem Lukasevangelium sagen zwei Jünger Jesu, als sie – wenige Tage nach dem ihr Freund gekreuzigt wurde – von Jerusalem nach Hause gehen. Der Mensch, mit dem sie ihr Leben geteilt haben, ist tot und ihre Trauer ist riesengross. In ihrer Traurigkeit begegnet ihnen auf dem Weg ein Mann, der sie fragt, warum sie trauern. Sie kennen ihn nicht, aber sie erzählen ihm, was geschehen ist. Alles bricht aus ihnen heraus: dass er ihrem Leben Halt gegeben hat, dass sie nun nicht wissen, wie es weitergehen soll, dass er ihnen fehlt und sie nicht verstehen, warum er sterben musste, gerade jetzt sterben musste, wo sie ihn doch noch brauchten. Der unbekannte Mann, der sie begleitet, dem sie ihr Herz ausschütteten, sagt zunächst nicht viel, sondern hört zu. Und als er versucht, sie mit Worten zu trösten, als er beginnt, zu reden und zu erklären, da verstehen sie ihn nicht. Worte und Erklärungen helfen in der Trauer wenig. So begnügt er sich wieder mit zuhören, vorsichtigen Nachfragen, und geht mit ihnen ihren Weg. Aus dem Fremden wird ein Freund. Einer, in dessen Begleitung die Trauer gross sein darf. Und weil die Trauer sein darf, finden sie den Lebensmut wieder. Am Ende ihres Weges bitten sie ihn: „Bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.“ Und der Fremde bleibt – so lange bis er sicher ist, dass die zwei sich alles von der Seele geredet haben und sich der dunkle Vorhang der Trauer etwas hebt. Als er fort ist, geht den Jüngern ein Licht auf. Und sie sagen: „In dem Fremden, den wir baten bei uns zu bleiben, ist uns Jesus begegnet.“ Mehr noch: Christus, der dem Tod die Macht genommen hat, ist uns begegnet. Denn bei ihm haben wir begriffen: Die Trauer darf sein, aber das Leben ist stärker als der Tod. Wir wünschen, dass es ihnen in diesen Tagen so geht wie den Jüngern, dass sie in den Familien und im Freundeskreis Menschen haben, zu denen sie sagen können: Bleibe bei uns den es will Abend werden. Bleibe und hör mir zu, denn ich bin unendlich traurig. Mach nicht viele Worte, denn den Tod kann man nicht begründen, nicht mit dem Alter, nicht mit Krankheit. Bleib einfach bei uns – bis wir getröstet sind und neue Lebenskraft finden. Eine Kraft, die ausreicht für das Schwere im Leben für viele Jahre. Ich glaube, dass ihnen darin Gott begegnet. Und ich wünsche ihnen, dass sie Gott segnet. Pfarrerin Matje Röckemann Bücher
Oktober Engel – Boten Gottes Am 29. September feiert die Kirche das Fest der Erzengel Gabriel, Michael, Rafael. Davon erzählen viele Geschichten der Bibel. Sie erzählen, wie Menschen Engeln begegnet sind, zum Beispiel zu Hause, bei der Arbeit oder unterwegs, beim Beten oder im Traum. So nennen die Menschen die Engel auch Boten Gottes. Nach Erfahrungen mit Engeln fühlen die Menschen sich getröstet, beschützt oder erschrecken auch. Sie spüren das grosse Geheimnis, die Nähe Gottes. Was ihre Namen bedeuten: Gabriel - Gott ist stark Michael - Wer ist wie Gott Rafael - Gott heilt ![]() Geborgen Jakobs Leiter Jakob hat seinen Bruder Esau betrogen und muss fliehen. Er ist schon mehrere Tage unterwegs. Es ist heiss. Die Nächte aber sind kalt und gefährlich. Es ist nicht immer leicht, eine Felsenhöhle oder ein Erdloch, in das er sich verkriechen kann zu finden. Jeden Abend machen ihm die heulenden Wölfe und die schreienden Vögel Angst. Eines Abends findet Jakob auf einem Hügel einen merkwürdigen Steinhaufen. „Hier ist ein heiliger Ort. Hier haben schon früher Menschen zu Gott gebetet. Es ist ein guter Ort zum Uebernachten.“ Jakob legt sich hin. Er legt seinen Kopf auf einen der heiligen Steine. Sehr schnell geht die Sonne unter. Jakob hat Heimweh. Er fürchtet sich vor dem unbekannten Onkel, zu dem er reisen soll. Aber er schläft trotzdem ein. Da sieht Jakob im Traum eine Leiter. Eine lange Leiter, die bei ihm beginnt und bis in den Himmel führt. Der Himmel ist offen. Auf der Leiter steigen Gottes Engel hinauf und hinunter, hinunter und hinauf. Und Gott selbst steht vor Jakob und redet mit ihm. „Ich bin es, der Gott deines Vaters Isaak, der Gott deines Grossvaters Abraham. Ich bin auch bei dir. Das Land auf dem du jetzt liegst, werde ich dir und deinen Kindern und Enkeln geben. Du wirst viele Kinder haben, auch Enkel und Urenkel- so viele werden es sein wie die Sandkörner der ganzen Erde. Jetzt aber werde ich dich auf deinen Weg begleiten. Ich werde bei dir sein und dich sicher in deine Heimat zurückführen.“ Früh am nächsten Morgen wacht Jakob auf. Zuerst zittert er. „Ich habe Gott im Traum gesehen. Ich wusste nicht, dass Gott an diesem Ort wohnt. “Aber dann freut er sich. Er weiss plötzlich: Gott begleitet mich auf meinem schweren Weg. Er ist nahe bei mir – er ist nicht nur im Traum. Und Jakob giesst Oel über den Stein, auf dem er geschlafen hat. Oel als Dank für Gott. Oel, das er als Vorrat auf die Reise mitgenommen hat. „Hier ist dein Haus, Gott. Hier habe ich dich gesehen. Ich danke dir dafür. Du bist nicht nur der Gott meines Vaters und Grossvaters. Du bist auch mein Gott und ich bitte dich: Bleibe bei mir. „Wenn ich hierher zurückkehre, werde ich an dieser Stelle ein Gotteshaus bauen.“ Genesis 1.29,10-22 (Kinderbibel)
Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Psalm 91.11
Bücher:
September Eidgenössischer Dank- Buss- und Bettag
Kraft Mit Psalmen beten In den Psalmen wird gebetet und geseufzt, ja geschrieen und heftig aufbegehrt; Intensive Äusserungen, die dazu anregen, den Gefühlen Raum zu geben, die innerste Not nach aussen zu kehren und sie vor Gott auszubreiten, ja, Gott sogar Vorwürfe zu machen. Beim Lesen und nachempfinden der biblischen Psalmen haben wir auch Schwierigkeiten: Da werden die Bösen verdammt; da wird Rache herbeigewünscht; der Beter erscheint uns oft als selbstgerecht.- Und doch: Die Möglichkeit, dass heftige Gefühle vor Gott Platz haben, ist fürs Beten mit Kindern und Erwachsenen wichtig. Das Gebet darf nicht als Pflichtübung betrachtet werden, sondern als Ort der Gefühle. Kinder und Erwachsene kennen – wie Psalmbeter – tiefste, bedrückende Not und Hilflosigkeit, auch wenn solche Empfindungen gelegentlich nur von kurzer Dauer sind. Erst recht leiden schwerkranke, versagende, überforderte oder verlassene Kinder und Erwachsene; sie fühlen sich hilflos. Was nutzt da die Sprache der Psalmen? Neben der Aufmunterung, Gefühle zu äussern, ist es vor allem die Ausgeprägte Bildhaftigkeit, die uns auch als Erwachsenen anregt: Gott ist wie ein Fels; er ist wie eine Burg, in der ich sicher wohne, wie ein guter Hirt, wie eine Quelle mit frischem Wasser… Oft sind es auch nur einzelne Zeilen der Psalmen, die sich zum Beten eignen. Wir können dabei Entdeckungen machen, die das Gebet enorm bereichern. Wir kennen die Geschichten von David der Psalmen dichtete; von Hiob, der in Psalmen schrie; von den Hebräern, die trauernd an den Ufern von Babylons Psalmen sangen; von der jungen Maria, die im Magnifikat vom Heil, das in die Welt kommt jubelt. Durch ein gelegentliches Einordnen der Psalmen in ihre biblische Ursprungs- Situation werden Gebet und biblische Geschichte verbunden: Gleichzeitig mit dem bildhaften Denken der Psalmen wachsen wir in biblisches Beten hinein. Neben den Bildern, die uns die Bibel zur Verfügung stellt, machen gerade die Psalmen Mut, auch „weltliche“ Bilder, die besser zu fassen sind als komplizierte Erklärungen, zu gebrauchen. Die Bilder können zu Helfern in der Not und bei den schwersten Fragen werden:
Jesus, du kommst von Gott. "„Gott ich kann mit dir reden“ / R. Schindler Psalm 23 (übertragen von R. Schindler) En Hirt cha zabig nöd go schlafe, Wänn ihm eis fehlt vo sine Schafe, Er rüeft, er suecht’s und er treit’s hei. Kä einzigs laat de Hirt elei! So bisch Du, Gott, Du gahsch mir nah. Du wotsch, das niemert Angscht mues ha. Du hesch mich gern, Du luegsch zu mir. Gott, min Hirt, ich danke Dir!
Psalm 63, 2. 9. Flora Wanders Hoffen? Meine Seele ein Loch abgrundtief… Da ist nichts mehr. Das Leben erfroren, vertrocknet gestorben? Nichts als Leere, Einsamkeit, Trümmer. Hoffen- auf was?! „Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürren Land, wo kein Wasser ist. Meine Seele hängt an dir; Deine rechte Hand Hält mich.“
Psalm 139 (übertragen von Franz Reinelt) Ich bin ein neuer Erdenbürger. Ich bin getauft und heisse Nina. Ich bin neugierig auf das Leben. Ich werde angelächelt. Ich lächle gerne zurück. Ich bin geborgen, geliebt. Meine Mutter nährt mich. Mein Vater liebkost mich. Meine Welt ist wunderschön. Ich bin „die Welt“ für sie. Und deine eigene, kleine Welt. Ich singe ein Danklied für euch; „Gott, du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoss meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Staunenswert sind deine Werke. Als ich geformt wurde im Dunkeln, waren meine Glieder dir nicht verborgen. Deine Augen sahen, wie ich entstand. In deinem Buch war schon alles verzeichnet. Meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.“
Bücher: Chinder-Psalter (Verena Morgenthaler) Du bist geborgen (Jörg Zink) Lernen wir beten (Franz Jalics) August Familie und Partnerschaft
Lebensbaum 08 Maria und Josef - eine Meditation über ihre Partnerschaft Was für eine Situation, Josef! Jesus war gerade geboren, da drohte schon höchste Gefahr für Leib und Leben des Kindes. Mit List und boshaftem Kalkül versuchte König Herodes, die Sterndeuter für seine Interessen einzuspannen. Bei möglichen Konkurrenten fackelte er nicht lange. Du hast in dieser Lage die Initiative ergriffen. Du sahst dich in der Verantwortung für Maria und das Kind. Und du konntest die Sprache der Träume verstehen. Du unternahmst das einzig Richtige. Du tratst mit Maria und dem Kind unverzüglich die lange und beschwerliche Reise nach Ägypten an. Der Engel, der dir im Traum erschien, gab konkrete Handlungsweisen: Steh auf, nimm, flieh, bleibe dort. Und du folgtest diesem Rat und bliebst bis zum Tode des Herodes mit deiner Familie im ägyptischen Exil. Auch der Befehl zur Rückkehr wurde dir durch einen Traum vermittelt, den du ebenso befolgtest. Es wirkt so selbstverständlich, was Josef tut und was du Maria geschehen lässt. Es scheint, als bestünde eine Abmachung zwischen euch, nach der ihr euch beide in Gottes Willen gefügt habt. Sehntet ihr euch nicht auch nach einem ganz normalen Leben mit Familie, Beruf und ordentlichem Alltag? Doch die Verhältnisse standen dagegen. Alles entwickelte sich anders. Solch eine unsichere Lebensphase kann man eigentlich nur mit gegenseitigem Vertrauen durchhalten. Vielleicht waren es die Engel, die euch auf der Flucht vor Willkür und Gewalt beistanden. Doch euer persönliches, ganz menschliches Vertrauen zueinander muss auch leitend gewesen sein. Menschen von heute können im Bericht des Matthäus etwas entdecken, das sie oft selbst umtreibt: Momente des Zweifels und der Ungewissheit angesichts der eigenen Verantwortung, um die du und Josef damals auch gerungen habt. Und wie im biblischen Text holen einen diese Momente vorwiegend dann ein, wenn man zur Ruhe kommt: In der Dunkelheit der Nacht beispielsweise, wenn Träume Unbewusstes ins Bewusstsein bringen und grosse Entscheidungen Befürchtungen auslösen. Ob ihr ahntet, dass euch etwas Besonderes zuteil wurde, Eine Herausforderung, die eure Kräfte bis zum Äussersten forderte? Es war der Anspruch Gottes an euch, der euch einen Weg wies, den ihr selbst nie gewählt hättet. Waren es auch die Lieder und Gebete eurer Jugend, etwa ein Psalmvers, wie du ihn in deinem berühmten Lobgesang zitiert hast: „Die Gnade des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen die ihn fürchten“ (Psalm 103,17)? Ihr vertrautet auf Gottes Barmherzigkeit, die er euren Vorfahren seit Abraham für immer verheissen hatte. So bist du Maria, den Weg Jesu beharrlich bis zum Ende mitgegangen, hast Leben und Sterben dieses Kindes begleitet, hast Gefährdungen und schliesslich dem Leiden am Kreuz standgehalten. Maria du bist durch deine Haltung vielen Christen zum Vorbild geworden. Josef du bist mit deiner Frau Maria einer der wichtigsten Menschen, die Jesus begleitet haben. Ihr musstet dieses Kind früh loslassen. Handfester Zimmermann, kluger Vater, weiser Begleiter, sensibler Hörer auf die Träume zupackend in der Gefahr, zurückhaltend, wo es geboten war, du bist ein Vorbild für Männer heute. " „Paargeschichten“ A.u.H. Reitz-Dinse
Ein Text aus dem Hohelied Wie eine Blume unter Disteln, so ist meine Freundin unter den Mädchen. Wie ein Apfelbaum unter den Waldbäumen, so ist mein Geliebter unter den Burschen.
Bücher: Paargeschichten (Annegret Reitz) Schön bist du und verlockend (Herbert Haag u.a.) Freundschaft, Liebe, Sympathie (Raimon Gaja Jaumeandreu, Verlag Hans Huber) Ferment 1 /09 Juli Familie, Beruf und Freizeit ![]() Spiegelung 08
Worauf es ankommt in Familie, Beruf und Freizeit: Worauf sollen wir hören, sag uns worauf?
So viele Geräusche- Marta und Maria (Susanne Rutschmann) Tausend strahlende Sonnen (Drachenläufer) Beitrag aus Extra 1/09 Juni Gott begegnen im Wort, im Brot, im Menschen ![]() Am zweiten Donnerstag nach Pfingsten begeht die römisch-katholische Kirche das Fronleichnamsfest. Dieses Fest wird auch Herrgottstag genannt. Die Kirche feiert mit diesem Fest die leibliche Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Es erinnert an die Einsetzung des Altarssakramentes durch Christus im Abendmahl. Die Fronleichnamsprozession, als feierlicher Umgang zu Ehren der Eucharistie, entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Gedanken zum Eucharistieverständnis und zum eucharistiegerechten Verhalten Paulus erster Brief an die Korinther 11, 17 -34 In der Zeit, da dieser Brief geschrieben wurde, ging der Feier der Eucharistie jeweils eine Agape (Liebesmahl) voraus, ein brüderliches, schwesterliches Sättigungsmahl – mit einem sozialen Nebenzweck: Arm und Reich versorgten den gemeinsamen Tisch mit dem, was sie eben mitbringen konnten. Dahinter steckt die Überzeugung, dass nur jene würdig Eucharistie feiern, die miteinander das Brot teilen. Ideal und Wirklichkeit In der Gemeinde von Korinth war die Gesinnung nicht von Dauer. Die anfängliche Begeisterung flaute rasch ab. Das Mahl geriet in einen peinlichen Widerspruch zur nachfolgenden Eucharistiefeier. Was ursprünglich gedacht war als Zeichen der grenzenlosen Hingabe Jesu an alle, wurde zu einer Karikatur. Anstatt auf die Spätkommenden zu warten, nutzten die Wohlhabenden ihre privilegierte Lage aus. Sie konnten sich immer rechtzeitig einfinden, anders als die Armen. Und als diese, vorab die Sklaven, am Ende eines langen Arbeitstages eintrafen, hatten sich die Reichen bereits über die mitgebrachten Speisen hergemacht. So blieb den Letzten nebst dem wenigen, das sie mitgebracht hatten, nur der Heiland übrig. „Einige schlemmen, indes andere hungern“ (11,21). In den Augen des Apostels Paulus war das unwürdig (11.27). Begreiflich! Denn das Abendmahl war seiner Überzeugung nach nur dann ein Herrenmahl, wenn es auch beim Sättigungsmahl geschwisterlich zu und her ging. Wer sich ausgerechnet bei diesem Anlass rücksichtslos benahm, war der Tischgemeinschaft mit Jesus nicht mehr würdig. Selbst der unerschütterliche Glaube, dass dieses Brot keine gewöhnliche Speise und dieser Wein kein gewöhnlicher Trank sei, konnte daran etwas ändern. Auf die Kritik am skandalösen Verhalten einiger Christen folgt nun der älteste Einsetzungsbericht. (Jahr 56) Der Herr Jesus nahm in der Nacht, da er verraten wurde Brot…brach es und sagte: “Das ist mein Leib für euch; dies tut zu meinem Gedächtnis“. Ebenso nahm er auch den Kelch…indem er sprach: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut so oft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis. So oft ihr denn dieses Brot esst und den Kelch trinket, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (11,23-26) „Das ist mein Leib – das ist mein Blut“ bedeutet: Das bin ich so wahr und so wirklich, wie ich jetzt mit Leib und Seele in eurer Mitte weile. „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute besagt: Wir gehören zusammen bis ans Ende, weil ich alles für euch hergegeben habe. „So oft ihr denn dieses Brot esset, verkündet ihr den Tod des Herrn“ will sagen: So wie ich Brot für euch bin, so sollt auch ihr Brot für einander sein, zwischen meinem Tod und meiner Wiederkunft. Geistiges Vermächtnis von Dr. Pater Gustav Truffer ![]() Dankgebet Dein Brot hast du gebrochen für jedermann, für dich und mich. Du hast dich uns versprochen in Brot und Wein an deinem Tisch. Und wenn wir davon essen, ob gross, ob klein, ob arm, ob reich, wie könnten wir vergessen, dass deine Liebe uns erreicht. Wir alle sind Geschwister, ob weiss, ob schwarz, ob gelb, ob rot, und sollen immer wieder gemeinsam teilen Freud und Not. Dank sei dir Gott fürs täglich Brot. Amen. ![]() Zum Weiterlesen: Jesus teilt das Brot (Schindler – Schmid) Das grosse Jahrbuch für Kinder ( Hermine König) |

















